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Wissenswert
Der optimale Web-Auftritt
Das Internet ist unbestritten das wichtigste Medium der Neuzeit. Vor allem für Unternehmen der Grafischen Industrie liegt hier ein enormes Potenzial. Umso erstaunlicher, dass sich viele Druckereien immer noch mit Webseiten präsentieren, die technisch und inhaltlich auf die 90er Jahre verweisen. Dabei ist das Erstellen einer guten Internet-Präsenz längst keine Geheimwissenschaft mehr.
Knapp 15 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten grafikfähigen Webbrowsers ist das Internet zum weltweit wichtigsten Massenmedium geworden. Allein in Deutschland stieg die Zahl der Nutzerbinnen eines Jahresumfast zehn Prozentauf 42,2Millionen Menschen, wie die Studie „(N)onliner Atlas 2008“ belegt. Zwei Drittel der User haben mittlerweile einen Breitbandanschluss. Noch interessanter ist der Blick auf das Online-Verhalten der Jugend in Deutschland.75Prozent aller Kinder über zehn Jahren nutzen das Internet regelmäßig – und zwar nicht nur zum Chatten per ICQ und Skype, sondern auch zur Recherche von Informationen bei Wikipedia & Co. Aber auch im Business-Umfeld ist das Internet längst unverzichtbar geworden. Ein Großteil der Kommunikation erfolgt über E-Mail, bei der Suche nach Geschäftspartnern oder Zulieferbetrieben wird das Internet genauso genutzt wie bei der Abwicklung von Bestellungen.
„Value added Surfing“
Mit dem rasanten Siegeszug des neuen Mediums haben sich jedoch auch die Anforderungen der Nutzer geändert. Das gilt vor allem für die geschäftliche Nutzung. Ende der 90er Jahre reichte es noch aus, eine mehr oder weniger statische Seite quasi als „digitale Visitenkarte“ ins Netz zu stellen, heute erwartet der User konkreten Mehrwert. Er verlangt, um es mit dem abgewandelten Slogan eines deutschen Druckmaschinenherstellers zusagen, „Value added Surfing“. Dazu zählen auch die einfache Bedienung und der verständliche Aufbau des Angebotes. Werden die gesuchten Informationen nicht schnell genug gefunden, reagiert der Kunde irritiert und kommt nicht so schnell wieder. Das gilt besonders dann, wenn die Konkurrenz eine bessere Online-Präsenz zu bieten hat. Dieser einfache Sachverhalt wird erfahrungsgemäß von vielen Unternehmern bis heute unterschätzt, vor allem im Mittelstand. Es gibt nach wie vor erstaunlich viele Firmeninhaber, die eine eigene Firmen-Website für „überflüssige Spielerei ohne Nutzwert“ halten. Selbst die Druckindustrie, die wie keine zweite Branche von der Kommunikation lebt, liefert zahlreiche Beispiele dafür.
Die Strategie muss stimmen
Die Konzeption einer guten Website beginnt mit der Erarbeitung einer Onlinestrategie. Dabei müssen die Ziele und die Funktionen der Internetseite klar definiert werden. Neben der Bedienbarkeit erwarten Ihre Kunden vor allem aktuelle und für sie relevante Informationen. Viele Internetseiten werden einmal erstellt – und damit ist das Projekt „Internet“ abgehakt. Das ist aber der falsche Weg. Wenn die Seite fertig ist, soll sie für den Betrieb arbeiten und neue Kunden gewinnen. Wie aber erzeugt man Aufmerksamkeit und erzielt gute Platzierungen in Suchmaschinen? Eine regelmäßige Aktualisierung der Inhalte ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei gilt: Immer am Ball bleiben und veraltete Meldungen entfernen oder ins Archiv befördern!
Alles eine Frage der Technik
Um die Aktualität der Seite zu gewährleisten, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Content Management- Systemen (CMS), die eine Bearbeitung der Inhalte ohne Programmierkennisse ermöglichen. So ist es jederzeit möglich, aktuelle Informationen wie ein„ Produkt des Monats“, Veranstaltungshinweise oder Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Durch den CMS-Einsatz wird auch Die Archivierung dieser Nachrichten und Informationen erleichtert. Texte, die sich automatisch nach einem bestimmten Datum in das Archiv verschieben, machen es leicht, die eigene Seite mit geringem Aufwand immer aktuell zuhalten.
Anregungen vom Kunden
Aber nicht nur aktuelle Informationen geben Ihren Kunden einen Mehrwert. Oft sind es kleine Ideen und Komfortfunktionen wie Newsletter, eine automatische Rückruf-Funktion (Call-Back-Button), Online-Formulare oder eine Filialsuche, die sich mit wenig Aufwand realisieren lassen, aber dem Kunden einen echten Nutzen bieten. Daneben steigt der Trend zu interaktiven Inhalten wie Online- Videos. UnserTipp: Veranstalten Sie in Ihrem Unternehmen einen Workshop und sammeln Sie Ideen für Ihre Internetseite. Versuchen Sie dabei auch Wünsche und Anregungen zu berücksichtigen, die nicht direkt aus Ihrem Firmenumfeld kommen. Da die Internetseite ja vor allem für Ihre undengedacht ist, sollten Sie sich die Frage stellen, welche Funktionen der Nutzer erwartet und welche Gliederung für Besucher wirklich zielführend ist. Anhand der Zielgruppen können Sie dann gewünschte Aktionen planen und die eigentlichen Ziele Ihrer Internetpräsenzdefinieren. Um den Erfolg der Website zu optimieren, brauchen Sie eine regelmäßige Ziel-Kontrolle. Hierbei müssen Sie zu vordefinieren, welche Ziele Sie erfassen wollen. Die bloße Anzahl der Besucher allein ist nicht besonders aussagekräftig. Ebenso wichtig: Welche Besucher bestellen etwas oder schicken ein Formular ab? Woher kommen die Besucher? Das sind die wirklich interessanten Fragen, die viel über Ihre Kunden verraten können. So wird Ihre Internetseite ein erfolgreicher Bestandteil des gesamten Marketing-Mixes.

