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Wissenswert
Erfolgreich im Internet
von Tobias Martin
Nur das bloße Erstellen einer Firmenhomepage reicht nicht aus. Unternehmen sollten ihren Onlineauftritt genau planen und ihn schließlich immer aktuell halten. Nur so werden Kunden die Seite mehrfach nutzen.
Eine originelle Idee und aufwendige Technik reichen bei Weitem nicht aus, um Kunden auf eine Internetseite zu locken oder damit Umsatz zu machen. Vielmehr bedarf es gut durchdachter Inhalte und Strukturen sowie Benutzerfreundlichkeit. Mit wenigen Handgriffen können Firmen mit Hilfe von Agenturen und entsprechender Software eine eigene Online-Präsenz gestalten. Um dauerhaft Erfolg im Netz zu haben, bedarf es genauer Planungen und stetiger Pflege. In vielen Handwerksbetrieben ist das Internet zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation und Außendarstellung geworden. Handwerkskammern und große Handwerksbetriebe nutzen das Internet bereits gezielt als Präsentationsplattform. Kleinere Unternehmen scheuen den Schritt. Zum einen befürchten sie Aufwand und Kosten. Zum anderen unterschätzen viele Dienstleister die Chancen, die sich durch die öffentliche Darstellung ihres Unternehmens sowie deren spezielle Leistungen ergeben.
Gute Planung ist das A und O
Bevor eine Internetseite gestaltet werden kann, müssen die Verantwortlichen ein Konzept erstellen, in dem der Zweck der Seite und die Zuständigkeiten klar definiert sind. Um auf Veränderungen am Markt reagieren zu können, sollte der Plan immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden.
Klare Strukturen
Zunächst müssen klare Strukturen geschaffen werden. Wo steht was? Zentrales Element der Homepage ist die Navigation. Sie muss leicht nachvollziehbar und transparent sein. Der Nutzer darf sich nicht verirren und muss immer wissen, in welchem Bereich er sich gerade aufhält. In der Planungsphase muss die Zielgruppe klar definiert werden. So ist beispielsweise die Gruppe der Silver Surfer (ab 70 Jahren) auf 29 % gewachsen.
In diesem Fall wäre ein barrierefreier Auftritt wichtig.
Wer ist die Zielgruppe
Für den Firmeninhaber stellt sich die Frage, welchen Zweck die Seite erfüllen soll: Visitenkarte oder auch aktuelles Informationsportal? Die Zahl der Nutzer (47 Millionen Erwachsene) ist ebenso gestiegen wie die Ansprüche an Internetseiten. Ganz wichtig: Sind die personellen Ressourcen für die Pflege vorhanden?
Wiedererkennungswert schaffen
Im nächsten Schritt muss die Optik der Seite geplant werden. „Unternehmer sollten ihre bestehenden Farben und Logos verwenden, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen“, rät Tobias Martin, Webdesigner und Autor des Ratgebers „Was gute Seiten ausmacht“ (siehe Buchtipp). Grelle Farben sollten vermieden werden. Steht das Gerüst, kann die Seite meist schon nach wenigen Wochen ins Netz gestellt werden. Ab jetzt soll sie für den Betrieb arbeiten und neue Kunden gewinnen. Wie aber erzeugt man Aufmerksamkeit und platziert sich in Suchmaschinen?
Niemals alte Nachrichten

Annett Henkel, Referentin der Abteilung Informationstechnologie und Organisation beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), weiß, worauf es ankommt: „Wichtige Bausteine einer Homepage sind eine regelmäßige Aktualisierung der Inhalte und die Eingabe neuer Meldungen.“ Das können kurze Branchennachrichten sein. Aber auch Aktionen wie ein „Produkt des Monats“, Gewinnspiele, ein Tag der offenen Tür, Sonderangebote oder ein Praktikumsplatz für Jugendliche gehören ins Netz. Annett Henkel empfiehlt Handwerksbetrieben, immer am zu Ball bleiben und veraltete Meldungen zu entfernen oder ins Archiv zu befördern. Nur so schafft das Unternehmen zusätzliche Anreize, die Seite erneut zu besuchen. Der Internetauftritt ist eine gute Plattform, um das gesellschaftliche Engagement des Betriebs in der Region zu zeigen. Die gegenseitige Verlinkung zu Geschäftspartnern ist sinnvoll und sorgt für interessierte Besucher. Wer regelmäßig neue Produkte und Meldungen parat hat, bietet seinen Kunden am besten einen Newsletter an.
Übrigens: Auch bei einem so schnelllebigen Medium lohnt sich langfristiges Denken. Es ist wichtig, die Verantwortung für die Pflege der Inhalte zu bestimmen. Wer mit einer Agentur zusammenarbeitet, schickt neue Meldungen per E-Mail weiter. Eine Zukunftsinvestition kann es auch sein, einem Auszubildenden nach einer Schulung die Aktualisierung der Website anzuvertrauen.
