Bericht vom TYPO3camp Berlin 2016 #t3cb

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin, in den Räumlichkeiten des SAE-Instituts das 7. TYPO3camp Berlin statt. 150 Teilnehmer diskutierten drei Tage lang über aktuelle Entwicklungen und die Zukunft von TYPO3, den Agenturalltag und nützliche Helferlein für alle Lebenslagen. 

Ankunft & Hallo

Der Freitag war dem Ankommen der Teilnehmer und dem ersten Kennenlernen gewidmet. Wer schon früh anreiste oder ohnehin aus Berlin kam, konnte am PreEvent – einem EXIT Game – teilnehmen. In kleinen Gruppen wurden wir in unterirdische Räume gesperrt und mussten in 66 Minuten diverse Rätsel knacken, um aus unserem Verlies zu entkommen: Nach 55 Minuten war es vollbracht:

Am Abend fand im Atrium des SAE-Instituts die Eröffnung mit einem launigen Vortrag von Martin Delius, ehemaliger Pirat und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses, statt. Martin referierte zum Thema „Projektmanagement – wie man es nicht macht“ am Beispiel des Neubaus des Berliner Flughafens BER.

Sessions

Der nächste Morgen startete mit einem Frühstück und einem Auftaktvortrag vom TYPO3 Product Owner Matthias Schreiber über die Zukunft von TYPO3 im Allgemeinen und geplante nächste Schritte im Besonderen: kurzweilig und interessant. 

Nach der Vorstellung aller Teilnehmer(!), ging es anschließend in die Sessionplanung für den Samstag. Ein spannender Prozess für einen wie mich, der an sowas noch nicht teilgenommen hat. Die Teilnehmer haben Themenwünsche geäußert, zu denen sich dann weitere Interessenten und ein Speaker fanden (das klappte fast immer). Der Speaker übernahm die jeweilige Session – entweder als Vortrag, Diskussion oder Talk.

Einige Teilnehmer hatten gezielt Vorträge vorbereitet, stellten ihre Themen vor und auch aus diesen Angeboten wurden Sessions generiert. Sowohl von der fachlichen Tiefe als auch thematisch war alles dabei; von Anfängern bis Profis, für Entwickler, Projektleiter und Frontend-Developer. Meine Befürchtung, dass dies nur eine nerdige Entwicklerkonferenz sein könnte, wurde sehr schnell zerstreut ;-). Teilweise musste auch ich mich für eine von mehreren zeitgleich laufenden Sessions entscheiden.

Das Ganze fand am Morgen des zweiten Tages erneut statt und heraus kamen weitere spannende Sessions:

Projektleiter, Projektmanager und Produkt Owner

In einigen interessanten Sessions diskutierten die Teilnehmer über den Umgang mit Kunden, Tools und Methoden zum Projektmanagement und die kleinen und großen Probleme des Agenturalltags. Besonders angenehm war die sehr offene Atmosphäre dieser Diskussionsrunden:  Bereitwillig gaben alle Teilnehmer ihre Erfahrungen und eigene Lösungsansätze zum Besten oder legten ihre Probleme offen, um Ideen der anderen einzusammeln. Einige Teilnehmer zeigten bereitwillig ihre im Alltag genutzten Tools und erläuterten wie und in welchem Umfang sie damit arbeiten.

Ein kleines Fazit dieser Runden war:

- Agentursoftware: Die eierlegende Wollmilchsau hat noch keiner gefunden; nur Redmine scheint eine sehr häufig genutzte Plattform bei fast allen zu sein.

- Vor der Herausforderung, die Erwartungshaltung der Kunden und den tatsächlichen Leistungsumfang eines Angebots in Einklang zu bringen, stehen wir alle immer wieder; Tag für Tag.

- Eine Konzeptionsphase zum Start des Projekts kann nur ersetzt werden von einer noch ausführlicheren Konzeptionsphase zum Start des Projekts.

- Oder kurz: Wir haben alle die gleichen Probleme in unterschiedlicher Ausprägung.

Aus allen Runden fielen am Ende Tipps und Ideen heraus, die man gut in den eigenen Alltag und Arbeitsprozess integrieren kann, sei es zur Kundenkommunikation, für die Angebotserstellung oder das Erfassen von Anforderungen und Wünschen.  

Backend Usability

Ich habe an drei Sessions teilgenommen, die sich in irgendeiner Form mit Backend Usability beschäftigten. Das Interesse der Teilnehmer zeigte, dass das Thema viele Anwender umtreibt, allein Lösungsansätze waren rar gesät. Relativ einhellige Meinung war:

- Das aktuelle 7.6er Backend wirkt aufgeräumter

- Bediensymbole für Redakteure heben sich in der Seitenansicht grafisch zu wenig von anderen Elementen ab

- Die neuen Dropdown-Buttons für Speichern, Speichern & Schließen und
Speichern & Vorschau ansehen nerven fast alle.

Insgesamt gehen alle Agenturen einen ähnlichen Weg: Um dem Redakteur die Arbeit zu vereinfachen, werden nicht benötigte Felder soweit wie möglich ausgeblendet.  Ein interessanter Ansatz war es, Felder aus den Seiteneigenschaften in die Seitenansicht zu spiegeln, um die Bearbeitung der Seite komplett aus der Seitenansicht heraus zu ermöglichen.

Allerdings gibt es auf Seiten von TYPO3 bereits Bestrebungen, diese Punkte weiter zu verbessern. Unter anderem ist für Version 8 ein besserer RTE (Text-Editor) in Arbeit und auch das Thema Frontend-Editing steht inzwischen weiter oben auf der Agenda. Auch das Setzen der Redakteursrechte für einzelne Felder soll deutlich vereinfacht werden.

Rahmenprogramm

Freitagabend Kickerturnier. Samstagabend Barbecue, Sport, Spiele und Livemusik. Auch beim Drumherum haben sich die Veranstalter und die Sponsoren nicht lumpen lassen. Höhepunkt des Samstagabends war das TYPO3-Jeopardy mit so wunderbaren Kategorien wie „failed state“ (=Berlin), „Linke Iconografie“ (=Icons in TYPO3 7.6) oder „x.y.z.“ (=fröhliches Versionsnummernraten oder -wissen). Und ganz zweifellos ein Highlight in der Barcamp-Szene: Eine Kinderbetreuung kümmerte sich um die Sprösslinge der Teilnehmer!  

Ein Rundumsorglospaket! Orga 1+. Bitte setzen!

So umsorgt gab es vor und nach den Sessions oder in den Pausen ausreichend Gelegenheit, andere Leute kennen zu lernen, Bekanntschaften aufzufrischen, fachliche und private Gespräche zu führen oder einfach gemütlich mit Bier, Wein, Caipi oder alkoholfrei auf das Camp, das Leben und den ganzen Rest anzustoßen.

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte: Camp Impressionen gibt es bei Flickr zu bestaunen.

Fazit

Drei Tage die volle Packung mit interessanten und verdammt netten Leuten, tollen Vorträgen und spannenden Diskussionen und jeder Menge Spaß. Auf jeden Fall eine optimale Form, um die gesamte TYPO3-Community – vom TYPO3-Product-Owner über die Core-Entwickler bis zum TYPO3-Developer-Azubi zusammenzubringen.

WIR kommen wieder!

Weitere Beiträge zum Camp:

https://twitter.com/search?f=tweets&q=%23t3cb

http://blog.dkd.de/typo3-camp-berlin-2016/

https://jweiland.net/aktuelles/artikel/typo3camp-berlin-2016.html

https://ueberdosis.io/artikel/zwei-tage-auf-dem-typo3camp-berlin/

 

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